LehrerInnentag 2017

Der LehrerInnentag 2017 findet im Rahmen des Kongresses der Österreichischen Mathematischen Gesellschaft und der Jahrestagung der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (ÖMG-DMV-Kongress 2017) am Freitag, 15.09.2017 an der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg statt.

Die Teilnahme am LehrerInnentag ist kostenfrei.

Die Anmeldung erfolgt in zwei Schritten:

  1. Anmeldung über die Registrierungsplattform (https://cats.host/oemg-dmv2017/cats2/cats21/src/login/) des Kongresses (Anmeldeschluss: 31.07.2017).
  2. Anmeldung über PH-Online der PH Salzburg Stefan Zweig (https://www.ph-online.ac.at/phsalzburg/webnav.ini) unter der Veranstaltungsnummer 120003GG50 (Anmeldezeitfenster: 8.5. bis 31.5.2017).

Der LehrerInnentag 2017 findet unter dem Titel

Technologische Herausforderungen im Kontext der standardisierten Reife- und Diplomprüfung

statt.

Kurzbeschreibung: Die verbindliche Verwendung von Technologien im Rahmen der standardisierten Reife- und Diplomprüfung Mathematik bedingt (unter anderem) eine Reihe von didaktischen und innermathematischen Überlegungen. Der LehrerInnentag 2017 widmet sich diesem aktuellen Thema und lädt Sie ein, aktuelle Entwicklungen und Anregungen in den Vorträgen zu hören und sich aktiv in den anschließenden Diskussionen zu beteiligen.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Bei Rückfragen zum LehrerInnentag wenden Sie sich bitte an This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it..

Tagungsprogramm:

(Das Programm kann auch von hier als PDF heruntergeladen werden.)

09:30-09:45 Uhr                     Begrüßung Priv.-Doz. MMag. DDr. Ulrike Greiner, Direktorin der School of Education, Universität Salzburg
09:45-10:45 Uhr Hauptvortrag 1 inkl. Diskussion   Zielrichtung digitale Reifeprüfung – Umsetzung im Rahmen der angewandten Mathematik
SektChef Dipl.-Ing. Mag. Dr. Christian Dorninger, Bundministerium für Bildung, Wien
Die derzeit umgesetzte standardisierte Reife- und Diplomprüfung ist aus dem Blickwinkel aktueller Kompetenzmodelle gut gelungen, aber vom Medieneinsatz her veraltet. Während die österreichische teilstandardisierte „sRDP“ eines der wenigen Beispiele ist, wo „High-Stakes“- Ansätze zu in Summe zu brauchbaren Ergebnissen bei immer 42.000 Maturant/innen geführt haben, ist die Durchführung in einer klassischen Form mit Aufgabenheften und abgegebenen „Zettelarbeiten“ verblieben. Die Chance, eine vollständig digitale Prüfungsumgebung mit den zugehörigen methodischen Kompetenzen zu verbinden, wurde kaum angedacht. In der höheren Berufsbildung wird derzeit eine voll digitale Variante vorbereitet, wobei die Prüfungsaufgaben allein in elektronischer Form an die Schulstandorte übermittelt und an „Prüfungscomputern“ bearbeitet, eventuell sogar korrigiert werden. Es stellen sich Fragen einer sicheren Prüfungsumgebung, zum „Screen-Layout“ rein elektronisch bearbeitbarer Aufgaben, aber auch zum fachdidaktischen Gehalt dieser Aufgaben, die in ihrer Prüfungsumgebung zwangsläufig elektronische Unterstützung wie Geogebra oder MathCAD enthalten, ohne zusätzliche „Gerätschaften“ wie CAS-Taschenrechner u.a strapazieren zu müssen. Die einfachen, kontextbezogenen Aufgaben der „angewandten Mathematik“ kommen dieser Vorgangsweise entgegen, da eine digitale Unterstützung bei der operativen Umsetzung der Aufgaben Sinn macht. Viele der kaufmännisch-technischen Anwendungen sind oft nur mit Technologieeinsatz sinnvoll lösbar (Bestimmung einer Regressionsgeraden, numerische Integration, iterative Verfahren zur Lösung von transzendenten Gleichungen u.a.). Realistische praktische Aufgaben sind einfach mit Technologieeinsatz genuin praxisnah lösbar. Beispiele zu vorhandenen Aufgaben, verknüpft mit einem Plädoyer für praxisnahe, kontextbezogene mathematische Reifeprüfungsaufgaben werden vorgeführt.
10:45-11:15 Uhr Kaffeepause  
11:15-11:40 Uhr Kurzvortrag 1 Mit dem Tablet zur Mathematura
Mag. Kurt Söser, HAK Steyr
Seit über 15 Jahren wird die Mathematik-Matura an der HAK Steyr mit Computerunterstützung abgehalten. Mit dem Schuljahr 2014/15 wurde eine eigene Tablet PLUS Klasse an der HAK Steyr eingerichtet, die diese (stiftbasierten) Tablets als Lernwerkzeug nicht nur im Mathematik-Unterricht einsetzen. In diesem kurzen Vortrag sollen einerseits die Erfahrungen aus dem Unterricht kurz dargestellt werden und anderseits wie dieses digitale Werkzeug die Vorbereitungen auf die sRDP beeinflussen.
11:40-12:05 Uhr Kurzvortrag 2 Neue Möglichkeiten und Herausforderungen am Beispiel GeoGebra
Mag. Andreas Lindner, PH Oberösterreich
Der Einsatz der dynamischen Mathematiksoftware GeoGebra bietet neue Möglichkeiten für alle Bereiche des Mathematikunterrichts. Gleichzeitig verschieben sich aber zwangsweise die Schwerpunkte des Unterrichts. Anhand von ausgewählten Beispielen aus dem Materialienpool von GeoGebra soll dargestellt werden, welche Chancen und Risiken der Technologieeinsatz mit sich bringt.
12:05-12:30 Uhr Kurzvortrag 3 Technologie und neue Reifeprüfung - ein Erfahrungsbericht
FH-Prof. Univ.-Doz. Mag. Dr. Karl Entacher, FH Salzburg
Durch die neue Reifeprüfung wurde ein vereinheitlichtes Konzept zur Kompetenzüberprüfung in Mathematik eingeführt. Bei den Prüfungen kommen je nach vorhandener Infrastruktur oder schulinterner Vorgaben verschiedene technologische Hilfsmittel zur Anwendung. Durch die Verwendung von Technologie ergeben sich unterschiedlichste Voraussetzungen für Klausur und Unterricht. Im Vortrag werden auf Grundlage der Durchführung der standardisierten BHS - Reifeprüfung in den vergangenen vier Schuljahren die Vor- und Nachteile unterschiedlicher Technologieanwendung demonstriert. Der Einfluss der neuen Reifeprüfung mit Technologieunterstützung auf den Mathematikunterricht wird besprochen und diskutiert.
12:30-14:00 Uhr Mittagspause  
14:00-15:00 Uhr Hauptvortrag 2 inkl. Diskussion LEMMA - Lernstand, Einstellungen und Motivation zur Mathematik zu Beginn des Lehramtsstudiums
ao.Univ.Prof. Dr. Bernd Thaller, Universität Graz
Das Projekt LEMMA des GDM-Arbeitskreises "Mathematikunterricht und Mathematikdidaktik in Österreich“ untersucht Lernstand, Einstellungen und Motivation von StudienanfängerInnen im Lehramtsstudium Mathematik. In diesem Vortrag präsentieren wir die wichtigsten Ergebnisse aus den Projektjahren von 2013 bis 2016. In diesen Zeitraum fällt die Einführung der PädagogInnenbildung-Neu im Lehramtsstudium und insbesondere die Einführung der standardisierten Reifeprüfung, die erwartungsgemäß einen großen Einfluß auf die Leistungsfähigkeit im Bereich der Grundkompetenzen hat. Die Studie bietet aber auch interessante Einblicke, wie die Studierenden den Mathematikunterricht in der eigenen Schulzeit erlebt haben, und wie sich diese Erlebnisse auf ihre Leistung auswirken.
15:15-15:45 Uhr Kurzvortrag 4 Technologische Herausforderungen im Kontext Unterrichtsentwicklung
Mag. Dr. Klaudia Singer, PH Steiermark
Vor dem Hintergrund der Ziele rund um die Einführung einer standardisierten Reifeprüfung in Mathematik und der Nutzung von Technologie gewinnen Anstrengungen zur positiven Unterrichtsentwicklung zunehmend an Aktualität. Im Vortrag werden einige Ergebnisse aus zwei Forschungsprojekten aus Österreich präsentiert, die deutliche Indizien dafür bieten, dass die alleinige Existenz standardisierter Prüfungen oder die Verwendung von Technologie nicht ausreicht, um positive Lerneffekte zu erzielen. Das scheint bisherige Studien zu bestätigen, die zeigen, dass wir noch viel zu wenig darüber wissen, wie man Unterricht verbessert, Technologien richtig einsetzt und schulnahe Anwendungen entwickelt.
15:45-16:15 Uhr Kurzvortrag 5 GeoGebra und TI Nspire als Arbeits- und Experimentiertools
Mag. DI Dr. Alfred Dominik, Universität Salzburg und PH Salzburg
An Hand konkreter Beispiele werden Einsatzmöglichkeiten von GeoGebra und TI Nspire im Unterricht und bei der Reifeprüfung vorgestellt sowie Ideen zum entdeckend-experimentellen Lernen von Mathematik mit GeoGebra präsentiert.
16:15-16:30 Uhr Abschluss Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr. Karl-Josef Fuchs, Universität Salzburg
Assoz.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Günter Maresch, Universität Salzburg